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Kieferorthopädie Kieferorthopädie - Beispiel für ganzheitliche Kieferorthopädie |
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Dieser extreme Fall zeigt besonders deutlich was Kieferorthopädie bei einem rechtzeitigen Behandlungsbeginn und einer guten Patientenführung mit optimaler Mitarbeit des Patienten zu leisten vermag. Vor Behandlungsbeginn hatte der Patient einen ausgeprägten skelettalen Rückbiss ( Angle Kl II 1, Distalbisslage ) mit einer Frontzahnstufe von 16 mm. Beide Kieferbasen waren zu dem extrem schmal, so dass ein erheblicher Platzmangel ( siehe Unterkieferfrontzähne ) für die bleibenden Zähne vorhanden war. Ohne kieferorthopädische Behandlung hätte sich sehr wahrscheinlich die Fehlstellung verschlimmert, da der Patient nicht in der Lage war, die Unterlippe entspannt vor die oberen Frontzähne zu schieben. |
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Behandlungsverlauf |
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Mit der ersten Spange, dem Aktivator, wird der Unterkiefer vor verlagert und die Neigung der Oberkiefer Front korrigiert. Die seitliche Bissöffnung ist ein Zeichen für gute Mitarbeit. |
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VDP mit schon aktivierten Dehnschrauben |
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Mit der zweiten Spange, der Vorschubdoppelplatte, wird mit Dehnschrauben das Breitenwachstum beider Kiefer gefördert. Zusätzlich wird das Ergebnis der Unterkiefervorverlagerung gehalten, damit die zunächst funktionelle Kieferlage in eine skelettal gefestigte Kieferrelation ausreifen kann. |
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Nach 3 Jahren u. 6 Monaten mit herausnehmbaren Apparaturen und ausformen der Knochenbasis wird nun der gewonnene Platz dazu verwendet, um die schief stehenden, gedrehten Zähne in den Kieferbogen einzuordnen. |
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Aktives Behandlungsergebnis nach 3 Jahren u. 6 Monaten herausnehmbaren Apparaturen und 16 Monaten Multibandapparatur. In der anschliessenden Retentionsphase kann sich die Okklusion noch setzten. |
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Vergleich Front- und Seitenansicht |
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Frontansicht nach aktiver Behandlung |
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Grundsätzliches zur Mehrphasentherapie Kieferorthopädie kommt aus dem griechischen und bedeutet Ortho = gerade und Pädeien = Erziehen. Eine Kieferorthopädische Behandlung, die Ihrem Kind helfen soll, ist keine Angelegenheit, die sehr schnell und in kurzer Zeit gelöst werden kann; jedoch hilft häufig bei einem frühzeitigen Beginn der Behandlung der spielerische Effekt und Spass an der Spange, dass die kleinen Patienten diese langwierige Behandlung erfolgreich meistern. Am Wichtigsten ist es, eine wohlausgeformte Knochengrundlage zu schaffen, in der dann später die bleibenden Zähne ihren Platz finden. Deshalb ist die Korrektur der Kieferstellung (Wachstums-förderung eines zu kleinen Kiefers), das heisst der Kieferlage- und breite besonders wichtig. Diese Therapie sollte dringend in einem Alter erfolgen, in dem das pupertäre Wachstum noch nicht eingesetzt hat. Bei Jungs ist das meist zwischen 9-10 Jahren und bei Mädchen meist 1 Jahr früher der Fall. In der ersten Behandlungsphase wird das Fundament für die gesamte Kiefer- und Gebissentwicklung geformt. Mit der Pupertät festigt sich die vorher angelegte Wachstumsmatrix und die skellettalen Strukturen werden stabilisiert. So werden in der zweiten Phase mit der Multibandapparatur nur noch die schief stehenden Zähne auf der schon korrigierten und ausgeformten Kieferbasis gerade eingestellt. Die Gefahr, dass die Zähne wieder schief werden (Rezidiv), ist bei diesem Vorgehen auf einem wohlgeordnetem Fundament wesentlich geringer. Zudem kann, wie Sie sehen, auch bei schwierigen Fällen auf das wachstumshemmende Extrahieren von Zähnen in der Regel verzichtet werden. Die angrenzenden anatomischen Strukturen, die neben der Kaufunktion auch für die Atmung von besonderer Bedeutung sind, werden durch diese wachstumsfördernde Therapie positiv beeinflusst. |
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Weitere Informationen unter: Röntgendiagnostik, Wachstumsdiagnostik, Handwurzelaufnahme |
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Copyright by Dr. G. Polzar |
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